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freistoff

Wie wir prüfen

freistoff sagt, was an einer Figur oder einem Stoff gemeinfrei ist. Das ist eine Auskunft mit Quelle, keine Rechtsberatung. Hier steht, wie sie entsteht und wo sie aufhört.

Die Regeln

Massstab ist das Schweizer Recht, weil der Verein dort sitzt. Daneben stehen drei weitere Rechtsräume:

Schweiz
70 Jahre nach dem Tod, gerechnet ab dem 31. Dezember (URG Art. 29, 32)
Deutschland
70 Jahre nach dem Tod, gerechnet ab Jahresende (UrhG §§ 64, 69)
Österreich
70 Jahre nach dem Tod, gerechnet ab Jahresende (öUrhG §§ 60, 64)
USA
bis 1977 veröffentlicht: 95 Jahre ab Veröffentlichung (17 U.S.C. § 304); bis 1963 bei US-Werken nur mit erneuerter Registrierung, ausländische Werke sind seit 1996 auch ohne Erneuerung geschützt (§ 104A)

Wer im Jahr 1956 starb, dessen Werke sind in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich in der Regel ab dem 1. Januar 2027 frei; die Ausnahmen stehen weiter unten. In den USA zählt für ältere Werke das Jahr der Veröffentlichung: was 1930 erschien, ist dort seit dem 1. Januar 2026 frei.

Keine Ampel je Figur

Eine Figur ist selten als Ganzes frei. Frei werden ihre Schichten, jede zu ihrer Zeit: der Text der Erstausgabe, die Zeichnungen, jede Übersetzung, jeder Film, und daneben laufen Marken, die nicht ablaufen, solange sie genutzt werden. Bei Pu der Bär wird der Text von A. A. Milne († 1956) am 1. Januar 2027 frei, die Zeichnungen vonE. H. Shepard († 1976) erst 2047, Disneys Gestaltung erst in Jahrzehnten — und Disneys Marken laufen, solange sie genutzt werden.

Deshalb rechnet freistoff den Status je Schicht und je Land, jedes Mal beim Bau der Seite. Wo die Rechnung nicht reicht, weil Mitautor:innen, eine Filmmusik oder eine Marke mitspielen, steht„offen" und der Grund daneben. „Offen" heisst nicht „geschützt", sondern: hier muss man selbst nachsehen, und wir sagen, wo.

Die Fallen, die jede Seite prüft

Bei Werken: Foto, Ort, Aufnahme, Bearbeitung

Bei Gemälden, Skulpturen, Bauten und Musik liegen die Fallen woanders als bei Figuren. Das Werk kann frei sein und trotzdem nicht alles, was man davon sieht oder hört:

Was die Daten hergeben

Das Register der Startseite kommt aus Wikidata (CC0), erhoben am 2026-09-28: alle fiktiven Figuren mit mindestens 20 Sprachausgaben, mit ihren Schöpfer:innen und deren Todesjahr.

1'218
Figuren im Register
72
nach Schweizer Regel schon frei (alle Schöpfer:innen lange genug tot)
20
in den nächsten zehn Jahren
461
mindestens eine Schöpfer:in lebt, oder ein Todesjahr fehlt
365
ohne Schöpfer:in — fast alle Überlieferung: Rama, Gilgamesch, Aeneas. Die gehören zu sagenwelt.

Diese Zählung ist grob, und das ist Absicht: sie zeigt, wo sich eine Seite lohnt, nicht was frei ist. Eine Seite gibt es nur, wo jemand die Schichten einzeln geprüft und belegt hat. In Wikidata tragen von über 100 000 Figuren weniger als hundert überhaupt eine Angabe zum Rechtsstatus (gezählt am 28. September 2026).

Keine Rechtsberatung

freistoff sagt, was aus Gesetz, Urteilen und Lebensdaten folgt, und belegt jede Zeile. Es kann nicht wissen, was du vorhast. Wer ein Buch, einen Film oder ein Produkt plant, prüft die Schichten, die er wirklich übernimmt, und fragt bei „offen" eine Fachperson. Fehler bitte über das Impressum melden.