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Figur

Pu der Bär

A. A. Milne (1882–1956) · erster Auftritt: Winnie-the-Pooh, 1926

Der Bär von sehr geringem Verstand, der Honig liebt, Gedichte summt und mit Christopher Robin durch den Hundertsechzig-Morgen-Wald zieht.

  • Typ Tier
  • Typ Kinderfigur
  • Motiv Freundschaft
  • Motiv Das Spiel als Welt
  • Epoche England zwischen den Weltkriegen

Die Figur

Pu ist ein Bär „von sehr geringem Verstand”, der Honig liebt, Summgedichte erfindet und mit seinen Freunden — Ferkel, I-Aah, Kaninchen, Eule, Känga und Ruh — im Wald um Christopher Robin lebt. Die Geschichten sind klein: eine Expedition zum Nordpol, ein Geburtstag, ein Haus für I-Aah. Gerade darin liegt ihr Reiz.

Vorbilder gab es wirklich. A. A. Milne kaufte 1921 bei Harrods einen Teddy für seinen Sohn Christopher Robin; der Junge nannte ihn nach der Bärin Winnipeg im Londoner Zoo. Die echten Stofftiere stehen heute in der New York Public Library. Das Buch Winnie-the-Pooh erschien am 14. Oktober 1926 bei Methuen in London, The House at Pooh Corner mit Tigger 1928.

Frei ab dem 1. Januar 2027

Milne starb am 31. Januar 1956. In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich ist sein Text damit noch bis Ende 2026 geschützt und ab dem 1. Januar 2027 frei. Diese Seite rechnet das bei jedem Bau neu; im Januar steht in der Tabelle von selbst „frei”.

In den USA ist es umgekehrt schon so weit: dort zählt das Erscheinungsjahr, das Buch von 1926 ist seit 2022 frei, Tigger seit 2024. Kurz danach kam der Horrorfilm Blood and Honey heraus, als Beispiel dafür, dass „frei” auch heisst: frei für alles.

Was 2027 nicht frei wird

Die Zeichnungen von E. H. Shepard, die man mit Pu verbindet, bleiben in Europa bis Ende 2046 geschützt. Auch das rote Hemd gehört nicht dazu: es stammt von Stephen Slesinger, der Pu 1932 so zeichnete, und kam von dort zu Disney. Disneys Filme und Marken bleiben Disney.

Auf Deutsch ist die erste Übersetzung von 1928 selbst frei — übersetzt hat „E. L. Schiffer”, das ist Edith Jacobsohn, die 1935 starb —, sie gibt aber Milnes Text wieder und wird deshalb mit ihm 2027 frei. Die bekannte Übersetzung von Harry Rowohlt (1987) bleibt bis Ende 2085 geschützt.

Was davon frei ist

Nicht die Figur ist frei oder geschützt, sondern jede Schicht für sich: der Text, die Zeichnungen, eine Übersetzung, ein Film, eine Marke. Die Tabelle zerlegt das, mit Beleg je Zeile.

SchichtCHDEATUS
Das Buch „Winnie-the-Pooh“A. A. Milne († 1956) · 1926Public Domain Day 2022geschützt bis Ende 2026geschützt bis Ende 2026geschützt bis Ende 2026frei seit 2022
„The House at Pooh Corner“, mit TiggerA. A. Milne († 1956) · 1928Public Domain Day 2024geschützt bis Ende 2026geschützt bis Ende 2026geschützt bis Ende 2026frei seit 2024
Die ZeichnungenE. H. Shepard († 1976) · 1926 und 1928E. H. Shepard (Q382031)geschützt bis Ende 2046geschützt bis Ende 2046geschützt bis Ende 2046frei seit 2024
Erste deutsche Übersetzung, „Pu der Bär“E. L. Schiffer, das ist Edith Jacobsohn († 1935) · 1928Die Übersetzung selbst ist frei, Edith Jacobsohn starb 1935. Sie gibt aber Milnes Text wieder, und der ist in der Schweiz bis Ende 2026 geschützt; deshalb ist hier nach Milne gerechnet.Edith Jacobsohngeschützt bis Ende 2026geschützt bis Ende 2026geschützt bis Ende 2026frei seit 2024
Die Übersetzung von Harry RowohltHarry Rowohlt († 2015) · 1987Harry Rowohltgeschützt bis Ende 2085geschützt bis Ende 2085geschützt bis Ende 2085geschützt bis Ende 2085
Pu im roten Hemd, und alles von DisneyStephen Slesinger (ab 1932), Walt Disney (ab 1966) · ab 1932Das rote Hemd ist nicht von Milne und nicht von Shepard: Stephen Slesinger zeichnete Pu 1932 so, später übernahm es Disney. Disneys Fassungen seit 1966 und Disneys Marken bleiben geschützt, auch wenn Milnes Text frei ist.Winnie-the-Poohgeschütztgeschütztgeschütztgeschützt

Gerechnet für das Jahr 2026. CH, DE, AT: 70 Jahre nach dem Tod, gerechnet ab dem 31. Dezember; USA: bis 1977 veröffentlicht: 95 Jahre ab Veröffentlichung (17 U.S.C. § 304); bis 1963 bei US-Werken nur mit erneuerter Registrierung, ausländische Werke sind seit 1996 auch ohne Erneuerung geschützt (§ 104A). „frei" ohne Jahr heisst: frei, aber das Jahr folgt nicht sicher aus der heutigen Regel, weil die Fristen früher kürzer waren. „offen" heisst: die Rechnung reicht nicht, der Grund steht in der Zeile.

Daraus wurde schon gemacht

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Quellen

Stand 28. September 2026. Wikidata: Q188574. Keine Rechtsberatung — wie wir prüfen.